Geschäftsbericht 2018
BANK+GESCHÄFT

Wir verbinden, was zusammengehört.

Allgemeine Informationen

Im digitalen Zeitalter wollen wir Trends nicht nur begleiten, sondern vor allem initiieren. Unsere Kunden profitieren daher von innovativen Finanzlösungen. Darüber hinaus können wir ihnen mit unserem starken Netzwerk mehr als reine Bankgeschäfte bieten.

Vorwort Generaldirektor Dr. Heinrich Schaller

Wir setzen Zukunftsimpulse und sichern damit unseren Erfolg

„Um eine perfekte Kundenbetreuung zu gewährleisten, arbeiten wir täglich daran, unsere internen Prozesse, unser Know-how und unsere Aktivitäten, die wir am Markt setzen, noch weiter zu verbessern. Genauso wichtig sind dabei unsere eigenen wirtschaftlichen Kennzahlen, die sich auf eine gesunde Kernkapitalausstattung, eine effiziente und zielgerichtete Liquiditätssteuerung sowie ein umfassendes Risikomanagement in Kombination mit modernen Controlling-Instrumenten stützen.“

Generaldirektor Dr. Heinrich Schaller

Vorwort Generaldirektor Dr. Heinrich Schaller

Die Kundinnen und Kunden der Raiffeisenlandesbank Ober­österreich sowie der oberösterreichischen Raiffeisenban­ken fanden mit der konjunkturellen Lage im Jahr 2018 ein sehr gutes Umfeld vor. Davon konnten auch wir als starker Partner und nachhaltiger Impulsgeber profitieren, indem wir Privatpersonen bei ihren Vorhaben eng begleiteten und Un­ternehmen dabei unterstützten, ihr geschäftliches Potenzial auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene optimal ausschöpfen zu können. Dabei bieten wir nicht nur maßge­schneiderte Finanzierungslösungen, sondern unterstützen auch mit Eigenkapital und stehen mit Know-how und Erfah­rung zur Seite. So konnte die Raiffeisenlandesbank OÖ beim operativen Kundengeschäft im Jahr 2018 wiederum zulegen und die Konzern-Bilanzsumme im Jahresvergleich um 4,1 Prozent auf knapp 42 Milliarden Euro steigern.  


Wir stehen für Verlässlichkeit, Effizienz und Risikotragfähigkeit  

Dabei stehen wir aber nicht nur für Verlässlichkeit, Seriosität, Stabilität und Kundenorientierung. Um eine perfekte Kun­denbetreuung zu gewährleisten, arbeiten wir täglich daran, unsere internen Prozesse, unser Know-how und unsere Akti­vitäten, die wir am Markt setzen, noch weiter zu verbessern. Genauso wichtig sind dabei unsere eigenen wirtschaftlichen Kennzahlen, die sich auf eine gesunde Kernkapitalausstat­tung, eine effiziente und zielgerichtete Liquiditätssteuerung sowie auf ein umfassendes Risikomanagement in Kombina­tion mit modernen Controlling-Instrumenten stützen.


Stabile Kernkapitalausstattung als Spiegelbild der Stabilität  

Für uns hat dabei die Entwicklung der harten Kernkapital­quote (CET 1 Ratio) als Spiegelbild der Stabilität einer Bank einen besonders hohen Stellenwert. Diese befindet sich im Jahr 2018 im Konzern (Kreditinstitutsgruppe) mit 15,13 Pro­zent weiterhin auf einem hohen Niveau. Das ist insbesondere auch im Hinblick auf die um 10,2 Prozent auf 14,9 Milliarden Euro gestiegenen Investitionsfinanzierungen äußerst erfreu­lich. Darüber hinaus wirken bei der Berechnung der Kapital­quote per Jahresende 2018 negative Erstanwendungseffekte aus IFRS 9. Die gute Kernkapitalausstattung wurde auch von der Europäischen Zentralbank bestätigt, die die Raiff­eisenlandesbank OÖ als einzige oberösterreichische Bank als „signifikantes“ Institut der Währungsunion einstuft und im Jahr 2018 dem mittlerweile dritten EU-weiten Stresstest unterzogen hat. Daraus resultiert, dass die Raiffeisenlan­desbank OÖ mit ihren Ergebnissen über dem Durchschnitt der anderen geprüften Banken in der EU liegt und selbst im schweren Stress-Szenario robuste Kapitalquoten nach den vorgegebenen Methoden und internationalen Standards der EZB aufweist. Die Kernkapitalausstattung stellt eine wert­volle Basis und ein zentrales Fundament für die weitere Ent­wicklung in der Zukunft dar, um die Kundinnen und Kunden bei ihren Projekten und Vorhaben als stabiler Bankpartner begleiten zu können. Trotz eines Rückgangs konnte die Raiffeisenlandesbank OÖ im Konzern mit einem Jahresüber­schuss vor Steuern in Höhe von 368,9 Millionen Euro und einem Betriebsergebnis von 367,5 Millionen Euro ein sehr gutes Ergebnis erzielen.  


Bewertungen berücksichtigt  

Berücksichtigt sind in der Jahresbilanz 2018 auch die gemäß den internationalen Bilanzierungsregeln nach IFRS gege­benenfalls erforderlichen Bewertungen bei at equity-bilan­zierten Unternehmen, wo im Geschäftsjahr 2018 mit einem Ergebnis von 89,0 Millionen Euro ein Rückgang von 273,5 Millionen Euro verzeichnet wird. Dieser Rückgang ist vor allem auf die gesunkenen Börsenkurse der voestalpine AG sowie das Impairment bei der Beteiligung der RBI-Gruppe zurückzuführen.  


Risikovorsorgen weiterhin auf niedrigem Niveau  

Die aktive Risikopolitik der Raiffeisenlandesbank OÖ zeigte auch im Jahresergebnis 2018 Wirkung. So sind die Risiko­vorsorgen im Vergleich zum Vorjahr zwar um 12,6 Millionen Euro gestiegen, konnten aber mit -57,9 Millionen Euro wei­terhin auf einem niedrigen Niveau gehalten werden. Ab dem Geschäftsjahr 2018 wird das Expected Credit Loss-Modell gemäß IFRS 9 berücksichtigt.


Neue Niederlassung in Stuttgart eröffnet

Um wachstumsorientierte Unternehmen in der dynami­schen Wirtschaftsregion Baden-Württemberg intensiv mit kunden- und zukunftsorientierten Finanzierungsmodellen begleiten zu können, hat die Raiffeisenlandesbank Ober­österreich eine neue Niederlassung in Stuttgart eröffnet und ist nun mit insgesamt neun Standorten in Süddeutsch­land vertreten. Mit 112 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort betreut die Raiffeisenlandesbank OÖ hier aktu­ell rund 8.500 Kundinnen und Kunden, davon rund 6.200 Unternehmen. Das Geschäftsvolumen liegt bei mehr als 9,3 Milliarden Euro.


Nachhaltigkeitsrating im PRIME-Status

Im Themenbereich „Nachhaltigkeit und Corporate Social Re­sponsibility (CSR)“ hat die Raiffeisenlandesbank OÖ in den vergangenen Jahren erfolgreich viele nachhaltige Initiativen im Konzern gesetzt. Diese Bestrebungen werden auch im Nachhaltigkeitsrating der oekom research AG durch den PRIME-Status bestätigt. Alle getroffenen Maßnahmen sind im Nachhaltigkeitsbericht dargestellt, der die Vorgaben des Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetzes (Na­DiVeG) erfüllt und auf der Homepage der Raiffeisenlandes­bank OÖ abrufbar ist.


Kundenorientierung neu denken

Um die starke Marktposition abzusichern und die Raiffeisen­landesbank OÖ zukunftsfit zu halten, werden auch künftig starke Impulse gesetzt. Denn gerade bei unserer beson­deren Kundenorientierung gilt es, diese in Hinblick auf die Digitalisierung neu zu definieren und zu denken: Die An­forderungen und Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden werden zunehmend differenzierter, die Vernetzung und die damit verbundenen Möglichkeiten gleichzeitig größer. Wir als starke Raiffeisenbankengruppe OÖ, als wichtigster finanzi­eller Nahversorger im Bundesland, verstehen uns in diesem großen Veränderungsprozess als Vorreiter, der Zukunftsim­pulse setzt. Wir begreifen all diese Entwicklungen als Chance und wollen unseren Kundinnen und Kunden die Möglichkeit bieten, Bankgeschäfte über alle Kanäle optimal abwickeln zu können.


Pionierarbeit leisten

Der Schlüssel unseres Erfolgs in der Zukunft wird sein, Trends und Entwicklungen ganz genau im Blick zu haben und weiter Pionierarbeit bei digitalen Innovationen zu leisten. Denn wir müssen uns in der gesamten oberösterreichischen Banken­gruppe darauf einstellen, dass sich durch die Digitalisierung noch vieles verändern wird – und das in hoher Geschwindig­keit. Unser Ziel muss es sein, weiterhin Innovationsführer zu bleiben. Daher ist es wichtig, offen und global zu denken und den Horizont nicht mit der eigenen Vergangenheit zu begren­zen, sondern ihn mit den Entwicklungen von übermorgen zu verknüpfen.

 

Dr. Heinrich Schaller
Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Aktiengesellschaft